Verseifung

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chemische Erklärung

Die Verseifung ist die Umkehrung der Veresterung, die Esterspaltung. Ester enstehen bei der Reaktion einer Säure mit einem Alkohol unter Wasserabspaltung.

Fette und Öle (pflanzliche wie tierische) bestehen aus Estern von Fettsäuren mit dem dreiwertigen Alkohol Glycerin (Propantriol). Hier reagieren jeweils 3 Fettsäuremoleküle mit einem Glycerinmolekül zu einem Triglycerid. Ein Triglycerid sieht folgendermaßen aus:

  • Strukturformel folgt, wenn ich herausgefunden habe wie ich die hiereinbekomme;-))


Es gibt zwei Arten der Verseifung die saure und die alkalische/basische. Bei der Verseifung im sauren Milieu entstehen wieder die Ausgangsprodukte Glycerin und Fettsäuren. Hier dient die Säure als Katalysator.

Beim Seifensieden findet die basische Esterhydrolyse statt. Das NaOH ist nicht Katalysator, sondern an der Reaktion als Partner beteiligt. Das Triglycerid reagiert in der wässrigen NaOH-Lösung (Natronlauge) zu Glycerin und Natriumsalzen der Fettsäuren.

Bild:Verseifung.JPG

... und was heißt das ganz praktisch fürs Seife Sieden

Mit dem Zusammenrühren von Fettmasse und Lauge beginnt der Verseifungsprozess und somit die Entstehung unserer kaltgerührten Seife. Dieser Prozess ist mit dem Füllen der Seife in die Form noch nicht abgeschlossen. Innerhalb der nun folgenden Ruhezeit von circa 12 bis 48 Stunden läuft dieser Prozess weiter. Durch die starke Reaktion entwickelt sich Wärme, die Seife kommt in die Gelphase. Kommt es nicht zu einer Gelphase kann der Prozess länger dauern. Die Verseifung ist abgeschlossen wenn die Lauge komplett mit den Fetten und Ölen reagiert hat.

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